Weil Beruf von Berufung kommt...

Auch Recke, eine kleine Gemeinde im nördlichen Westfalen, hat den digitalen Anschluss nicht verpasst.

Die Deutsche Glasfaser Holding GmbH wir im laufe des Jahres 2017 den Glasfaserausbau durchführen lassen und den Ort mit seinen Sateliten-Bereichen digital anschließen. Somit finden sich ca. 3.500 Haushalte schon bald in der digitalen Zukunft wieder.

Was das für jeden einzelnen bedeutet, muss eben jeder für sich entscheiden. Wir halten den Schritt für absolut richtig und zukunftsweisend. Nicht weil wir als Dienstleister ein großes Geschäft wittern, sondern weil andere Anbieter ländliche Gemeinden schlicht und ergreifend meiden.

Natürlich, es existiert eine Grundversorgung, aber wenn man mal etwas über den Tellerrand hinaus schaut, so wird man schnell feststellen, dass sich der normale, in Recke und Umgebung übliche, DSL-Anschluß mit durchschnittlich 16 MBit zukünftig nicht halten wird.

Alles wird auf das Internet umgestellt. Objektüberwachung, Fernsehen oder auch Radio. Schaut man sich die Wünsche der normalen Benutzer an, so wird schnell klar, dass eben die erwähnten 16 MBit nicht ausreichen werden.

Ein einfaches Beispiel:

Eine Bildübertragung im FullHD-Format (1920x1080 Pixel) erfordert ca. 6 MBit an Bandbreite, die kontinuierlich vorhanden sein muss.
Bei Ultra-HD (4K-Inhalte mit 4096x2160 Pixel) sind es bereit ca. 25 MBit.

Bei dieser Übertragung ist noch kein telefonieren, oder spielen mit der XBox, der Kinder hinzu gerechnet.

Erschwerend kommt hinzu das der klassische Telefonie-Anbieter Telekom ab 2018 kein "normalen" Telefonanschluß mehr anbietet. Alle Verträge werden demnach auf das Internet umgestellt. Natürlich ist einfaches Telefonieren auch mit 16 MBit in absolut ausreichender Qualität möglich, die derzeit qualitativ hochwertige Telefonie ISDN arbeitet mit 64 KBit, da ist schon einiges möglich.

Bei dem theoretischen Gedanken 64 KBit ist ein vielfaches kleiner wie 16 MBit ist jedoch zu beachten, dass im Internet die Telefonie etwas anders abläuft.Somit erfodert eine ISDN-Telefonie in etwa 200 KBit im Bereich der Internet-Telefonie.

Als klein- oder mittelständiges Unternehmen mit zehn Mitarbeitern und drei gleichzeitigen Telefonaten kommt da noch etwas mehr zusammen. Dazu gehört dann auch die Fax-Leitung, der Anrufbeantworter und natürlich der Email-Verkehr.

Jetzt hat jedoch DSL einen klassischen Nachteil zum Glasfaser. Die Leitung wird von vielen benutzt. Das ergibt im Umkehrschluss das Problem, dass die Kapazität der DSL-Leitung, die der DSL-Anbieter in der Straße liegen hat, auf viele aufgeteilt wird. Daher kommt auch die Aussage vieler Internet-Dienstanbieter "bis zu 16 MBit". Erschwerend kommt noch die Entfernung zwischen dem Hausanschluss und dem Übergabepunkt im Ort hinzu.

Das alles fällt bei der Glasfaser weg. Die Glasfaser ist eine alleinige Leitung, die nur zu dem Anschluss gelegt wird und nur durch diesen genutzt wird. Es steht also die volle Bandbreite zur Verfügung. Und die beträgt in Recke derzeit (Januar 2017) mindestens 100 MBit, auf Wunsch auch schneller. Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen, es sind aber bis zu 1 GBit möglich.

Alles in allem beglückwünschen wir die Gemeinde Recke und ihren Bewohnern zu diesem Schritt und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.